Mit dem günstigen BUGA-Ticket der Bahn fuhren wir frühmorgens zum Koblenzer Hauptbahnhof, von dort aus ging es per pedes zur Kastorkirche, da der Shuttle-Bus so früh noch nicht im Einsatz war. Die Zeit bis zur Öffnungszeit nutzten einige von uns zu einer kurzen Besichtigung der architektonischen Besonderheiten der Kastorkirche im Kircheninneren und dann ging es per Seilbahn rauf zur Festung Ehrenbreitstein Koblenz, eine tolle Sache. Auf dem Plateau dann hatte ein Spaßvogel die Hinweisschilder gedreht, so dass wir einige Zeit brauchten, um unseren Einsatzort zu finden. Trotzdem waren wir dann doch pünktlich. Die Veranstalter hatten alles für uns vorbereitet. Nach einer kurzen Einführung konnten wir dann teils selbständig, teils unter Einleitung das Gelände vermessen, Lote fällen, die rechten Winkel setzen und schließlich mit den ermittelten Daten und eigener Skizze unsere mathematischen Kenntnisse rund um den Pythagoras anwenden. Da unsere recht große Mannschaft von 26 Leuten in 2 Arbeitsgruppen eingeteilt wurden, hatten wir zudem noch Zeit die Ausstellungen auf dem Festungsplateau im Wechsel selbständig zu erkunden. Gegen Mittag ging es dann per Seilbahn wieder runter in die Stadt, wo ein Teil des Kurses mit elterlicher Erlaubnis noch ein paar Stunden in Koblenz verbrachte, während die meisten doch direkt Richtung Heimat fuhren und dabei in den Genuss der kostenlosen Shuttlebusfahrt kamen. Die Schulfahrt, da waren sich alle beteiligten einig war eine gelungene Verbindung von Spaß und Lernen an einem außerschulischen Lernort.
Das schwimmende Klassenzimmer
Als zweite Gruppe unserer Schule fuhr die Klasse 6b in Begleitung von Klassenlehrer und NAWI-lehrer am 27.05.2011zum Projekt- „ Das schwimmende Klassenzimmer“ nach Koblenz. Die Veranstalter stellten der Schule tolle Vorbereitungsmaterialien zur Verfügung, in denen die Entwicklung der Wasserqualität des Rheins in den letzten 70 Jahren anhand von Arbeitsblättern und digitalisierten Informationen erarbeitet werden konnten und die Organisation der Veranstaltung erläutert wurde. So enterten wir am frühen Morgen, gut gerüstet und motiviert das Mess- und Untersuchungsschiff
„MS Burgund“.
Der Empfang seitens der Crew war ausgesprochen freundlich, der Kapitän ein Pfundskerl. Nach Begrüßung und dem Aufstellen von Verhaltensregeln an Bord gings an die Arbeit. Wir wurden in vier sogenannte Erxpertengruppen aufgeteilt, in denen wir an den Stationen Bagger , Rhein, Brücke und Labor als Flussforscher, Rheinentdecker, Schiffsführer und Laborassistenten ausgebildet wurden. So wurde ein jeder von uns zunächst Experte für einen bestimmten Bereich. Da aber alle Schüler alle Stationen durchlaufen sollten wurde jeder Experte nach der Methode des Expertenpuzzles einer Mixgruppe zugeteilt und mußte an seiner Station der Gruppe als Fachmann beratend oder auch präsentierend zur Seite stehen.
Alles hat einfach toll geklappt- die Crew hat uns gelobt, wir haben viel gelernt über die Mikroorganismen im Rhein, über Laboruntersuchungen, über die Bestimmung von Uferentfernung und Fließrichtung und über Rheinmarkierungen. Zudem hat es riesigen Spaß gemacht, insbesondere, weil unser Schiff nicht nur vor Anker lag, sondern mit uns während der ganzen Zeit den Rhein entlang fuhr, von Koblenz bis Oberlahnstein, dann nach Mülheim Kärlich und wieder nach Koblenz. Die ganze Strecke haben wir auf einer riesigen Rheinkarte festgehalten und illustriert.
Als wir gegen Mittag von Bord gingen blieb uns zur allgemeinen Freude noch Zeit einmal mit der Seilbahn aufs Festungsplateau und zurück zu fahren, bevor wir uns auf den Weg zum Bahnhof Innenstadt machten. Für die Einkehr beim McDonald hats dann leider nicht mehr gereicht. Alles in Allem ein wunderschöner Tag, an dem das lernen soviel weniger anstrengend schien als in der Schule, obwohl wir voll gefordert waren.
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