Mumifizierung wie im alten Ägypten - 7c erlebt Geschichte zum Anfassen
In Geschichte nehmen wir gerade das Thema „Frühe Hochkulturen“ durch.
Jeder weiß, dass die alten Ägypter auch dazu gehören.
In der Geschichtsstunde am Freitag hörten wir Spannendes über Mumien.
Mumien gab es im alten Ägypten. Die Ägypter glaubten an ein Leben nach dem Tod und dass ihre Seele wieder in ihren Körper zurückkehren würde. Deshalb dachten die Ägypter, dass es wichtig wäre, den Körper auch nach dem Tod noch haltbar zu machen.
Deshalb präparierten ihn die Ägypter so, dass er nicht verwesen konnte.
Das nennt man Mumifizierung.

Wir lernten, dass die ägyptische Mumifizierung in vielen komplizierten Schritten vor sich ging:
- Zuerst wurde das Gehirn des Verstorbenen aus dem Schädel geholt. Es wurde entweder mit einem Metallhaken durch die Nase entfernt oder mit einer scharfen Flüssigkeit herausgespült.
- Nun wurde mit einem scharfen Messer die Bauchhöhle aufgeschnitten und alle Organe bis auf das Herz und die Nieren wurden herausgenommen. Das Herz galt nämlich als Zentrum des Lebens und die Nieren waren einfach schlecht zu erreichen. Die Organe wurden gereinigt und dann in kleine Eingeweidekrüge gelegt.
- Anschließend wurde der Körper in Natron gelegt. Dadurch wurde dem Leichnam die Flüssigkeit entzogen und er trocknete aus.
- Nach ca. 70 Tagen wurde der ausgetrocknete Körper mit Palmwein ausgespült und mit duftenden Kräutern und Natronpäckchen gefüllt.
- Zuletzt wurde der ganze Körper mit mehreren Lagen Leinenbinden umwickelt. Die Binden wurden mit flüssigem Harz bestrichen, denn so war der Körper vor Feuchtigkeit geschützt. Nach der Versiegelung wurde die Leiche in einen oft menschenförmigen Sarg gelegt
Jimmy- der mumifizierte Fisch
Frau Mohr fragte uns gegen Ende des Unterrichts, wer denn gerne mal einen Fisch mumifizieren wolle. Fast alle riefen sofort „ich“. Wir sollten nach vorne an einen Tisch kommen. Der Tisch wurde mit Papiertüchern bedeckt- als Frau Mohr den Fisch aus der Verpackung holte, wurde manchen von uns schlecht, weil er etwas stank. Miguel durfte den Fisch, nachdem er ausgenommen worden war, mit Natron einreiben (das ist ein Salz, das schon die Ägypter verwendeten). Dies war sehr schwer, denn Miguel musste alle feuchten Stellen erwischen und so appetitlich sah das Ganze auch nicht aus. Danach umwickelten Petra und Sarah den Fisch mit Mullbinden.
Der Verband musste richtig fest angelegt werden. Als wir damit fertig waren, legte Frau Mohr den Fisch zum Austrocknen auf die Fensterbank. Der Fisch muss jetzt 70 Tage trocknen. Das war auch die Zeit, die die ägyptischen Mumien brauchten, damit sie vollständig vor Verwesung geschützt waren.
Darian baute für unseren Jimmy (so haben wir den Fisch getauft) noch einen schönen Sarkophag.
So, das war die Geschichte des mumifizierten Jimmy. Uns hat diese praktische Übung eine Menge Spaß bereitet, aber eklig war es schon, als Darian mit dem Handballen auf den Fisch gedrückt hatte, wobei ein paar Gräten des Fisches brachen.
Sarah Esch, 7c