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Der französische Meeresarchäologe Franck Goddio entdeckte in den letzten zehn Jahren vor der Küste der heutigen Stadt Alexandria sowie in der Bucht von Abukir herausragende Zeugnisse der ägyptischen Geschichte von etwa 700 vor bis etwa 800 nach Christus. Sie versanken vor über 1000 Jahren nach mehreren unbekannten Naturkatastrophen im Wasser des Mittelmeers. Monumentale Statuen, aber auch Münzen, Schmuck und Kultgeräte wurden mit neuesten technischen Methoden am Meeresboden geortet und in langjähriger, mühevoller Arbeit geborgen. Dabei wurden sagenumwobene Orte - wie der antike Hafen von Alexandria mit Teilen des Königsviertels, die verloren geglaubte Stadt Heraklion und Teile der Stadt Kanopus - wieder entdeckt.
In einer einzigartigen Ausstellung präsentierte die Bundeskunsthalle in Bonn rund fünfhundert Funde aus diesen spektakulären Unterwassergrabungen den Schülern, die mithilfe von zwei Führungen durch die Ausstellung geführt wurden. Die Objekte spannen einen Bogen von der Zeit der letzten Pharaonen über Alexander den Großen und die griechischen Herrscher am Nil bis hin zur römischen Zeit. Dabei erregten besonders die über drei Meter hohen Pharaonenstatuen und eine tonnenschwere Gesetzestafel das Interesse der Schüler. Leider war die Zeit viel zu knapp, so konnte beispielsweise der Besuch in einem museumseigenen Kino, in dem die spannenden Taucharbeiten der Unterwasserarchäologen dokumentiert waren, nur von wenigen Schülern wahrgenommen werden.